• Die Atemtherapie nach Prof. Ilse Middendorf
    Ilse Middendorf (1910–2009) entwickelte eine Atemlehre, die sie «der Erfahrbare Atem» nannte. Schlüsselelement dieser Methode ist das «achtsame Geschehen lassen» des Atems, das es zu erlernen gilt. Es geht darum, den Atem als eine Bewegung im Körper wahrzunehmen nach dem Dreischritt: den Atem kommen lassen (Einatem) – den Atem gehen lassen (Ausatem) – warten, bis er von selbst wieder kommt (Atemruhe). Nicht von ungefähr, misst die Atemtherapie der Körperwahrnehmung eine grosse Bedeutung bei.

     

    Der Atem reagiert auf Berührung, Druck, Dehnung und Bewegung und kann so beeinflusst werden. Ziel der Atemtherapie ist, dass der Atem seinen selbstregulierenden Rhythmus wieder findet und so an Kraft und Substanz gewinnt. Angestrebt wird ein Zustand der Eutonie, das heisst der Wohlspannung. Diese führt auf der Ebene des vegetativen Nervensystems zu einem Ausgleich und zur Wiederherstellung des psychosomatischen Gleichgewichts. Dabei geht es um Gesundheit im Sinne von körperlichem und seelischem Wohlbefinden.

  • Literatur über den Atem und die Atemtherapie

     

    Ilse Middendorf
    Der Erfahrbare Atem, eine Atemlehre. Einführung in die Theorie und Praxis.
    Junfermann Verlag Paderborn, 2007, 222 Seiten, 2 CD,
    ISBN 978-3-87387-218-9.

     

    Ilse Middendorf
    Der Erfahrbare Atem in seiner Substanz. Ein Übungsbuch mit zahlreichen Anregungen und Hinweisen, auf CD: Illustration der Übungen.
    Junfermann Verlag Paderborn, 2008, 144 Seiten, 1 CD,
    ISBN 978-3-87387-397-1.

    Norbert Faller
    Atem und Bewegung. Theorie und 111 praktische Übungen.
    Springer Verlag Wien, 2009, 260 Seiten,
    ISBN 978-3-211-09456-3.

Atemlos im Alltag? Atmen Sie ein, und atmen Sie auf.